[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

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  • Kondor
    Erfahren
    • 29.12.2022
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    [NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    [NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen Nationalpark Tour 2
    15 Tage entlang von Gletschern & Grenzsteinen


    Reisezeitraum: 21.08. bis 07.09.2025​


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    Prolog

    Meine Tour im letzten Jahr war dank des lausig-grausigen Wetters von steten Herausforderungen und Umplanungen gekennzeichnet. Aber trotz der widrigen Verhältnisse hat es die Region nicht geschafft mich abzuschrecken. Ganz im Gegenteil wie ich bei einem Blick in mein Notizbuch feststellte: „Die Landschaft ist grandios, die Tierwelt reichhaltig, es ist überwiegend schön einsam, es gibt noch soviel zu entdecken und meine „Liste“ der noch zu entdeckenden Gebiete ist durch die Tour nicht viel kürzer geworden.“ Diese klare Ansage von mir selber machte mir die Auswahl für mein Tourenziel 2025 leicht. Warum nicht Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2?! Gesagt? getan!

    Es sollte wieder in die Region Bodø – Sulitjelma und das norwegisch/schwedische Grenzgebirge gehen. Dabei wollte ich wenn möglich einige Punkte ansteuern, die ich im letzten Jahr dank des schlechten Wetters nicht aufuschen oder geniessen konnte. Die Tour sollte von Sulitjelma aus Starten. Von dort aus sollte es gen Osten nach Schweden rüber gehen um dort ein paar schöne Ecken entlang der Sultijelma-Gletscher anzusteuern, die aus dem letzten Jahr übrig geblieben waren. Weiter sollte es entlang der Grenze bis zum Ikkesjaure und dann quer durch den Junkerdalen Nationalpark bis zum Ziel im Saltdalen gehen, wobei der Ausstiegspunkt im Saltdalen noch offen war. Hier ein paar Eckpunkte der geplanten Tour:

    Sulitjelma – Lomi – Pieskehaure – Sulitelma / Stuorrajiegna Gletscher – Gasak / Varvvek – Pieskehaure – Gasskajavrre – Nuortta Savllo – Dåresvagge – Arggalajfjell – Skiejdevagge...
    und dann entweder über Ballvatnet – Storengdalen – Solvågfjell – Storjord / Saltdalen
    oder über Graddis nach Lønsdal
    oder via Ballvatnet – Stor-Rosna ins Saltdalen.

    Als Lehre aus dem letztjährigen Wetterdesaster habe ich mir für den Fall einer schlechten Wetterprognose zu Beginn zwei alternativen nördlich und südlich meines Plangebietes zurecht gelegt. Wie man den EInstiegsbildern entnehmen kann habe ich die Alternativplanung nicht gebraucht.

    Meinen Bericht zur Tour 1 durch SUlitjelma und Junkerdalen aus dem Jahr 2024 enthält viele schöne Bilder von der Region bei wirklich miesem Wetter. Wer sich dieses antun, äh anschauen möchte, der kann das in diesem Bericht hier tun.

    Für die Fotoästheten möchte ich gerne vorsichtshalber anmerken, dass die Qualität des ein oder anderen Bildes leider zu wünschen übrig lässt. ich etwas Probleme mit meiner neuen Kamera hatte und ich mich mit der richtigen Fotoeinstellung zu der Zeit noch sehr schwer tat. Daher sind leider einige Bilder teilweise oder stark überbelichtet. Ich gelobe jedoch Besserung!


  • Blubbi
    Dauerbesucher
    • 17.01.2016
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    #2
    Die Schnecke ist dabei

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    • Prachttaucher
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      • 21.01.2008
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      #3
      Klasse, vielleicht muss ich ja nach 2024 auch nochmal hin ?

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      • Kondor
        Erfahren
        • 29.12.2022
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        #4
        Blubbi Schön das du wieder dabei bist. Extra mit Brückenfeatures für zukünftige Planungen.

        Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
        Klasse, vielleicht muss ich ja nach 2024 auch nochmal hin ?
        Hm, womöglich könnte dieser Bericht dieses Ansinnen unterstützen...

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        • Blubbi
          Dauerbesucher
          • 17.01.2016
          • 578
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          #5
          Zitat von Kondor Beitrag anzeigen
          Blubbi Extra mit Brückenfeatures für zukünftige Planungen.
          Ich freue mich schon

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          • Kondor
            Erfahren
            • 29.12.2022
            • 217
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            • Meine Reisen

            #6
            Anreise nach Bodø (Donnerstag, 21.08.2025)


            Los ging es an einem mäßigen Sommerdonnerstag. Mein Flug mit SAS von Düsseldorf via Kopenhagen nach Bodø sollte um kurz nach 10 Uhr abheben. Das bedeutete frühes aufstehen um den Zug um kurz nach 6 Uhr morgens zu erwischen. Man weiss ja nie was die Bahn oder die Formalitäten am Flughafen so für Verzögerungen bereithalten. Nach einem schnellen Kaffee ging es mit Sack und Pack zum Bahnhof, wo der erste Zug pünktlich Abfuhr. Auch der Anschluss nach Düsseldorf passte, so dass ich zeitig am Flughafen ankam. Die Formalitäten gingen zügig, für ein Frühstück war auch noch reichlich Zeit und um kurz nach 10 Uhr hob die Maschine ab gen Norden. In Kopenhagen hatte ich über 1,5h Umstiegszeit zum Flieger nach Bodø, was sehr gut passte. Pünktlich um kurz nach 15 Uhr landete ich also mal wieder in Bodø.

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            Landeanflug auf Bodø




            Ich mag Bodø. Die Stadt ist übersichtlich, hat schöne Seiten, entspannte Menschen und dank meines dritten Besuchs dort kenne ich mich nun mittlerweile recht gut aus. Die Gepäckausgabe geht schnell und ich nehme mir den nächstbesten Bus Richtung Innenstadt. Ich habe mir wieder ein Zimmer im Smarthotell genommen. Auf dem Weg zum Hotel thront am Hafen das Traumschiff aka MS Deutschland. Oha, nicht das Sascha Hehn gleich um die Ecke kommt…

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            Die MS Deutschland liegt am Pier direkt gegenüber vom Bahnhof und dem Hotel.



            Natürlich taucht dieser nicht auf, aber beim Einkaufen meiner Vorräte für die Trekkingtour laufen dafür überall (vor allem deutsche) Kreuzfahrttouristen herum. Ganz schön viele Menschen hier in der Stadt unterwegs. Eine große Gaskartusche möchte ich wie immer bei Komplettfritid kaufen, aber als ich am Laden ankomme stehe ich verdutzt vor einem geschlossenen und fast leeren Geschäft. Komplettfritid gibt es offensichtlich als Geschäft nicht mehr. Schade, ich mochte den Laden… Beim Sport1 fast direkt daneben werde ich dafür fündig (Btw: Im Zentrum findet man Gaskartuschen auch bei Sport Outlet im Glashuset und Fritidsbutikken an der Ecke Sandgata / Storgata; allerdings große Gaskartuschen hatte dieses mal nur Sport1). Nachdem ich alle Einkäufe erledigt habe packe ich das ganze im Hotel tourgerecht zusammen. Langsam packt mich der Hunger und gehe ich auf eine schnelle Portion Fish & Chips zu Anna’s Gatekjøkken. Danach ziehe ich ein wenig in Richtung Brygge und Moelen um dort den Sonnenuntergang zu geniessen.

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            Schöne Abendstimmung am Bodo Hafen


            Zum Abschluss gehe ich noch auf ein Stündchen mit Feierabendbier in die Piccadilly Bar. Ich bin in dieser Bar immer wieder gerne um neue Biere kennenzulernen und mit den Einheimischen zu quatschen. Letzteres steht heute noch voll unter dem Eindruck der erstmaligen Champions League Qualifikation des örtlichen Fußballclubs FK Bodø/Glimt. Darüber unterhalte ich mich mit ein paar Leuten, die offensichtlich noch oder schon wieder den Erfolg feiern. So wird aus einem Stündchen schlussendlich fast drei mit der gleichen Anzahl an Feierabendbieren. Egal, ich habe morgen reichlich Zeit, da ich erst nach Mittag gen Fauske aufbrechen werde.​

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            • evernorth
              Fuchs
              • 22.08.2010
              • 1924
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              • Meine Reisen

              #7
              Das passt mir wieder sehr gut, da ich um die gleiche Zeit von der schwedischen Seite (in Richtung Sulitjelma) aufgebrochen bin. Sehr schön, da bin ich gespannt dabei.
              My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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              • JanF
                Erfahren
                • 29.01.2019
                • 153
                • Privat

                • Meine Reisen

                #8
                Sehr schön, ich freue mich auf viele Vogelsichtungen!
                Nachdem ich evernorth auf dem Hinflug nach Gällivare getroffen habe, hätte ich dich anscheinend fast auf dem Rückweg erwischt: Ich bin am 22. August in Ny Sulitjelma angekommen und habe da noch zwei weitere Tage verbracht, unter anderem mit einem kleinen Lauf zur Lomihytta.

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                • Fjellfex
                  Fuchs
                  • 02.09.2016
                  • 1890
                  • Privat

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Zitat von Kondor Beitrag anzeigen
                  ... unter dem Eindruck der erstmaligen Champions League Qualifikation des örtlichen Fußballclubs FK Bodø/Glimt. Darüber unterhalte ich mich mit ein paar Leuten, die offensichtlich noch oder schon wieder den Erfolg feiern. So wird aus einem Stündchen schlussendlich fast drei mit der gleichen Anzahl an Feierabendbieren.
                  ... immer diese Cliffhanger: vor meinem inneren Auge sehe ich dich nach dem 3. Bier Arm in Arm mit den erwähnten Leutchen das Fan-Lied "Bodø/Glimt superlag, det er det beste vi har i dag..." (zur Melodie von Jesus Christ superstar) grölen und am nächsten Tag vor lauter Rausch den Bus verpassen... aber da geht meine Phantasie bestimmt mal wieder mit mir durch.
                  Sicher dürfte hingegen sein, dass dies hier wieder ein sehr schöner Bericht mit ornithologischen Mehrwert wird...

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                  • andrea2
                    Fuchs
                    • 23.09.2010
                    • 1040
                    • Privat

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Das war bestimmt eine tolle Tour, ich freue mich auf den Berich. Das Wetter war ja fast das Gegenteil vom Vorjahr. Wir waren zur gleichen Zeit unterwegs. Gestartet am 21.08. in Ritsem in Richtung Voboheimen bis zum 06.09.
                    Durch den sehr späten noch schneereichen Sommer gabe es viel mehr blühende Pflanzen als sonst um diese Zeit. Auch die Vögel hatten wohl Probleme, wir uns der Stugvard in Kutjaure erzählte. Bin gespannt was du berichtest.

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                    • Kondor
                      Erfahren
                      • 29.12.2022
                      • 217
                      • Privat

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Zitat von Fjellfex Beitrag anzeigen
                      ... immer diese Cliffhanger: vor meinem inneren Auge sehe ich dich nach dem 3. Bier Arm in Arm mit den erwähnten Leutchen das Fan-Lied "Bodø/Glimt superlag, det er det beste vi har i dag..." (zur Melodie von Jesus Christ superstar) grölen und am nächsten Tag vor lauter Rausch den Bus verpassen... aber da geht meine Phantasie bestimmt mal wieder mit mir durch.
                      , klasse. Wäre ich einen Tag vorher angereist, dann hätte das tatsächlich sogar so passieren können und ich mich von der Begeisterung mitreissen lassen. Das was ich so gesehen und erzählt bekommen habe klang nach einer formidablen Siegerparty.

                      evernorth: Freut mich, das du wieder dabei bist.
                      JanF : Ach krass, da haben wir uns tatsächlich knapp verpasst. Ohne zuviel zu spoilern kann ich sagen, dass ich am 22.08. in Lomi war. Weiteres dazu dann in den nächsten Tagen hier.

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                      • Kondor
                        Erfahren
                        • 29.12.2022
                        • 217
                        • Privat

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Zitat von andrea2 Beitrag anzeigen
                        Das war bestimmt eine tolle Tour, ich freue mich auf den Berich. Das Wetter war ja fast das Gegenteil vom Vorjahr. Wir waren zur gleichen Zeit unterwegs. Gestartet am 21.08. in Ritsem in Richtung Voboheimen bis zum 06.09.
                        Durch den sehr späten noch schneereichen Sommer gabe es viel mehr blühende Pflanzen als sonst um diese Zeit. Auch die Vögel hatten wohl Probleme, wir uns der Stugvard in Kutjaure erzählte. Bin gespannt was du berichtest.
                        Hallo Andrea, schön das du wieder dabei bist. Ich habe ähnliche Beobachtungen gemacht. Ich hatte noch viele Blühpflanzen und einiges an Insekten in der ersten Woche. Bei den Vögeln war es gemischt. Wasservögel waren ganz gut vertreten, aber Greif- und Singvögel nicht so viele. Denke auch, das dies mit dem schneereichen Sommer zu tun hatte. Mehr dazu dann später hier.

                        Im übrigen hätte mich einer meiner Alternativrouten nach Voboheimen und rüber nach Schweden geführt, wo wir uns dann womöglich begegnet wären...

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                        • Kondor
                          Erfahren
                          • 29.12.2022
                          • 217
                          • Privat

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                          #13
                          Tag 1 - Fr. 22.08.25: Bodø - Fauske – Sulitjelma – Lomihytta
                          Strecke: ca. 9km, 2 ½ h, 500Hm​


                          Schön ausgeschlafen gönne ich mir ein ausgiebiges Frühstück im Hotel. Das Buffet ist reichlich und lecker. Während des Frühstücks checke ich die Wetterlage für die kommenden Tage. Hm... Für Sulitjelma und Pieskehaure ist für heute ab dem frühen Abend bis mindestens morgen Nachmittag Regen angesagt. Ab Sonntag Mittag soll sich dann aber eine stabile Schönwetterperiode ausbilden. Gut, einen Tag schlecht und dann soll es gut werden?! Das klingt doch vielversprechend. Ich schaue mir auch die Wettervorhersage für meine Plan B & C – Lösungen an, aber diese weichen nur wenig von der Sulitjelma-Prognose ab oder sind eher schlechter. Gut, dann bleibts bei meinem ursprünglichen Plan von Sulitjelma nach Schweden rüber, dann als Grenzgänger in den Junkerdalen Nationalpark mit noch offenem Ausstiegspunkt.

                          Nach dem Frühstück packe ich meinen Kram und mache danach einen kleinen Spaziergang durch die nähere Umgebung bei leicht bewölktem Wetter. Ich habe allerdings Hummeln im Hintern und möchte endlich los auf Tour. Daher gehe ich wieder zurück, deponiere meine Reservekleidung im Hotel und nehme schon den Bus um kurz nach halb 12 Uhr gen Fauske. Mein Anschluß nach Sulitjelma fährt zwar erst um 16 Uhr ab Fauske, aber die Wartezeit kann ich genauso gut dort vertrödeln. In Fauske angekommen versorge ich mich beim Coop mit einem Mittagssnack und verziehe mich dann an die Fjordpromenade zum Essen und Vögel beobachten. Tatsächlich kann ich weit entfernt auf dem Fjord eine Schmarotzerraubmöwe beobachten, die ihrem Namen alle Ehre macht und den heimischen Möwen versucht ihre Nahrung abzuschmarotzen. Leider war es zu weit für Bilder... Ich nutze die Zeit um mir das schöne Aussengelände des Fauske Folk Museum anzuschauen. Dabei entdecke ich diese interessanten Marmortische im Wasser:

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ID: 3365169

                          Die beiden Marmortische im im Fauskevika / Skjerstadtfjorden stellen eine Skulptur „Ein gedeckter Tisch“ des Künstlers Per Barclay dar.


                          Um Punkt 16 Uhr rollt der Bus vom Zentrumsterminal ab und nach einer weitgehend ereignislosen Fahrt komme ich um etwa 17 Uhr in Sulitjelma an der Kirche an. Es ist kühl mit knapp unter 10°, es nieselt bereits und so mache ich meinen Rucksack und mich regenfest. Dann nehme ich den langen Anstieg in Angriff mit meinem etwas über 25 kg schweren Rucksack. Das erste Stück auf der Straße komme ich gut voran. Am Abzweig nehme ich links den Pfad anstelle der Straße, was ich ein paar hundert Meter weiter bereuen werde. Der Pfad ist mittlerweile ziemlich zugewachsen, so dass der Weg nun dank des Regens wie eine Waschstraße fungiert und ich mich noch dazu durch die Birken und Gebüsche arbeiten muss. Bäh! Ich schrecke zwei Moorschneehühner und ein paar weitere Vögel auf. Endlich komme ich an eine Lichtung und kann dort die Aussicht über Langvatnet und Richtung Fagerli / Daja geniessen, nachdem ich meine Brille trockengelegt habe.

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ID: 3365170

                          Freier Blick am Anstieg nach Ny Sulitjelma. Man sieht schön über den Langvatnet auf Fagerli und den gut wasserführenden Balmielva.

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                          Eines der beiden Moorschneehühner am Anstieg Richtung Ny Sulitjelma​


                          Wenig später stosse ich dann wieder auf die Straße und kurze Zeit später bin ich dann schon oben am Abzweig. Dort nehme ich den Tourpfad Richtung Lomi. Die Sicht ist - nun ja - bescheiden... Es hat sich mittlerweile richtig eingeregnet und die Wolken hängen sehr tief. Ich folge dem Pfad und entdecke dennoch den ein oder anderen Hinweis auf bergbauliche Tätigkeiten, z.B. Halden oder Stollen. Bei dem Wetter halte ich mich daran aber nicht lange auf und außerdem ist es bald 19 Uhr. Der Pfad führt in einem auf und ab durch eine Landschaft von der ich kaum etwas erkennen kann, denn die Sicht wird durch die einsetzende Dämmerung immer schlechter. Um halb Acht entdecke ich unvermittelt rechts vor mir die Lomihytta. Ich überlege kurz zwischen zelten oder abhütten, schwenke dann in Richtung Hütte ab. Zunächst scheint die Hütte dunkel darzuliegen, aber es riecht nach verbranntem Holz. Als ich an der Hütte ankomme sehe ich dann auch Licht und im Inneren drei Personen. Okay, die Hütte hat nur 4 Plätze... Innerlich hatte ich mich schon mit einem Aufenthalt in der Lomihytta angefreundet, aber mal schauen ob das passt.

                          Ich betrete den Vorraum der Hütte, der gleichzeitig als Küche fungiert. Dort schlüpfe ich aus meinen nassen Regensachen und betrete die warme Stube. Die Stube ist eng, vollgestellt mir Rucksäcken und drei Norwegerinen sitzen dort gerade beim Essen. Ich stelle mich kurz vor und Frage, ob noch ein Bett frei wäre. Das wird wenn auch nicht euphorisch bejaht. Ich danke, trage mich in das Hüttenbuch ein und verziehe mich erstmal wieder in den Vorraum um mir trockene Sachen anzuziehen. Ich nutze direkt die Küche um mir einen Tee sowie Wasser für einen leckeren Rentiereintopf zu kochen. Danach geselle ich mich mit Essen und trinken zu den Damen in die Stube. Diese kommen aus der Nähe von Mo I Rana und sind für einen Wochenendtrip in der Gegend. Wir unterhalten uns über die geplanten Touren sowie über dies und das. Die drei Damen erklären, dass sie morgen trotz schlechter Wettervorhersage in jedem Fall zur Tjalalveshytta wollen. Ich entgegne, dass ich morgen eigentlich weiter Richtung Schweden und Pieskehaure möchte, so fern das Wetter halbwegs mitspielt. Irgendwann ist es nach 22 Uhr und ich verziehe mich geschafft ins Bett.

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ID: 3365172

                          Zugemauerter alter Bergwerksstollen. Dieser gehörte entweder noch zur Grube Gudrun
                          oder wurde im Zuge der Wasserkraftnutzung angelegt.

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                          Schlechte Sicht auf dem Weg zum Lomivatnet. Zum Glück ist der Pfad gut ausgetreten und deutlich markiert.

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                          Die Lomihytta ist bei einsetzender Dämmerung und schlechter werdenden Wetterbedingungen gerade noch auszumachen.​

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